Hamburg meine Perle: 3 tägiger Herbsttrip zum Tor der Welt

Hamburg Hafen mit Elbphilharmonie - Reise-Tipps für Thirty-Ups

Hamburg ist immer eine Reise wert. Aber wer denkt da schon dran angesichts Schmuddelwetter und November-Grau? Doch weit gefehlt. Gerade zur Herbst-Reisezeit lohnt sich ein Städtetrip zum Tor der Welt. Die Stadt ist touristisch nicht so überfüllt wie im Frühjahr oder Sommer und die Weihnachtsmärkte offiziell noch nicht eröffnet. Tausend kleine Verlockungen, die sonst den Hamburgern vorbehalten blieben, wenn wir sie nicht erkunden. Reisetipps & Weihnachts-Anekdötchen aus der Thirty-Up-Redaktion…

 

Hamburg im Herbst

Unterkunft in Hamburg: Die Qual der Wahl und erste Tipps fürs Übernachten

Egal wie groß das Portemonnaie bzw. das Reise-Budget – die gängigen Hotelportale wie HRS, Tripadvisor oder Hotels.com bieten Kurzreisen oder Übernachtungsmöglichkeiten gerade jetzt sehr günstig an. An unserem Reisewochenende vom 23. bis 25. November haben wir für zwei Personen und zwei Übernachtungen (Freitag u. Samstag – mit Abreise am Sonntag – ohne Frühstück) von citynah bis jott-weh-deh, von eher zweckmäßig bis luxuriös einige interessante Angebote ausgemacht.

Das Bridge Inn Hamburg in Rothenburgsort, verkehrsgünstig an der Billhorner Brücke über die Norderelbe gelegen, liegt rückseitig des Holiday Inn, ist aber zu unserem Reisetermin rund 60 Euro günstiger als dieses im Doppelzimmer.
Vorteil: Parken im Hotelumfeld ohne Mehrkosten möglich und dank nahe gelegener Busverbindung zum Hauptbahnhof ist die Innenstadt in rund 15 Minuten erreichbar. Eine Low-Budget-Variante, die sich lohnen kann!

Alternativ auch das City Apartment Hotel Hamburg, im Bereich des beliebten Stadtteils St. Georg gelegen, deutlich kleiner und familiärer mit rund 23 Zimmern bzw. Appartments, leider jedoch schon ausgebucht. Es steht für unseren nächsten Citytrip Hamburg auf jeden Fall wieder auf der Wunschliste.

Entschieden haben wir uns für das relexa Hotel Bellevue, das mit seinem Stammhaus im Jugendstil direkt an der Außenalster gelegen, mit viel Charme und sehr angenehmer Atmosphäre zu einem unserer Hamburger Lieblingsorte geworden ist. 

Einmal im Himmelbett schlafen? In einem der Premium-Zimmer des Stammhauses kein Problem! Ein Kristall-Kronleuchter im Treppenaufgang und ein großer einladender Flur führt uns zur Hotelsuite Nr. 14, die uns nun für zwei Tage (und Nächte) beherbergen wird. Das geräumige Hotelzimmer mit Alsterblick,  gemütlichem Sofa und romantischem Himmelbett ist eines unserer Highlights.

Die Hotelsuite mit Himmelbett gibt’s zum Beispiel als Honeymoon Romantik-Special für Jungvermählte. Einfach mal hier stöbern. 

Unser Tipp: Vergleichen spart Geld! Wir hatten bei unserer Vorauswahl einen Budgetrahmen, den wir mit unserer Übernachtung im Premium-Zimmer genau erreicht haben. Dies war möglich dank geschickter, mehrtägiger Suche nach günstigen Specials auf verschiedenen Hotelportalen. Ein Blick – auch über mehrere Tage und eine gewisse Flexibilität, was die Reisetermine angeht – lohnt sich also!

 

Kostengünstig unterwegs in Hamburg

Wer mit dem Auto anreist, sollte auch das Parken als Kostenfaktor im Budget berücksichtigen. Je nach Standort und Lage des Hotels ist also ein Parkhaus in der Nähe unumgänglich. Daher haben wir bevorzugt nach Hotels gesucht, bei denen Parken im Umfeld ohne Mehrkosten möglich ist, um das Auto während des Aufenthalt möglichst nicht mehr bewegen zu müssen.

Das öffentliche Nahverkehrsnetz in Hamburg ist so gut getaktet, dass man getrost für seinen Citytrip auf das eigene Auto verzichten kann.

Für den Kurztrip in die Stadt lohnen sich günstige Angebote wie die Hamburg Card (hier aber nur, wenn man vorhat auch Museen, Stadtrundfahrten oder andere Kulturangebote zu nutzen, die man damit günstiger erhält). Wer etwas flexibler unterwegs sein möchte, der kann auch die Tageskarten der HVV nutzen. Das 9-Uhr-Gruppenticket lohnt sich schon ab zwei Personen, wenn man mehr als zwei Fahrten unternimmt.

 

Planetarium Hamburg: See you on the Dark Side of the Moon.

Unser erstes Highlight des Hamburg-Citytrips – ein Besuch im Planetarium in Winterhude. Die regelmäßigen Events ziehen Touristen wie Hamburger gleichermaßen an. Dabei geht es nicht nur um die Entdeckung der Galaxie, Wissen rund um Astronomie und die Tiefen des Weltraums sondern auch um Lasershows und Themenabende mit Musik der verschiedensten Richtungen.   

„See you on the Dark Side of the Moon“ ist eine Hommage an das legendäre Album der Band Pink Floyd – eine der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten.

Im Engelsaal des Hamburger Planetariums macht die weltweit einmalige Projektionstechnik die Sternenkuppel zu einer kosmischen Bühne. In der 55-minütigen Lasershow verschwimmen Elemente aus Licht, Raum, Zeit und Akustik zu einer gigantischen Bild- & Tonperformance, die den Zuschauer mit ihrer Intensität das Gefühl für Raum und Zeit vergessen lässt. 

Die nächsten Termine: 29.12.18, 05.01.19, 12.01.19, 20.01.19 – weitere siehe Spielplan.

Tag 2: Frühstücken im Portugiesenviertel und weitere Entdeckungen

Ein Spaziergang entlang der Außenalster am Samstag macht deutlich – die Hamburger lieben ihren Binnensee. Vor allem für sportliche Vergnügungen. Ob joggend oder radfahrend, auf Inlinern oder nur zu Fuß – mit Hund, Kinderwagen oder beidem. Jeder nutzt die Wege rund um Außen- und Binnenalster so wie es ihm gefällt.

Der Fußmarsch Richtung Jungfernstieg dauerte rund 20 Minuten. Von dort gings weiter zum Hafen und den Landungsbrücken. Ziel: Portugiesenviertel, das mit kulinarischen Köstlichkeiten lockt.

Ein Frühstück mit Galao, dem typisch portugiesischem Kaffeegenuss und Pasteis de Nata, den typischen Blätterteigtörtchen mit Puddingfüllung. So darf der Tag starten.

Weiter geht’s in Richtung Michel, der Michaeliskirche und Hamburgs Wahrzeichen im Stadtwappen. Auf dem Weg geht’s vorbei an den nordischen Seemannskirchen. Zu unserem Glück ein weiteres Highlight bei unserem 3-tägigen Herbsttrip. Denn zur selben Zeit finden dort die Weihnachtsmärkte statt: Die dänische, schwedische, norwegische und finnische Kirchengemeinde richten jeweils kleine traditionelle Märkte aus – ein Anziehungspunkt nicht nur für Touristen.

Köstliche Waffeln, Elchburger oder Rentiergeschnetzeltes – einfach zum Anbeißen und Ausprobieren. Aber auch Selbstgemachtes, typisch Skandinavisches nach traditioneller Art wird angeboten – vom Strickstrumpf bis zum bestickten Kissen. Wer noch auf Geschenkesuche war, wird hier garantiert fündig.

Weiter zum Michel und rauf auf den Turm

Einen grandiosen Rundblick über die Stadt erhält man von der Aussichtsplattform auf Hamburgs Wahrzeichen, der St. Michaelis Kirche. In rund 106 Metern ist es zwar recht zugig, aber der Ausblick lohnt den Aufstieg – oder die schnelle Aufzugsfahrt.

Öffnungszeiten am Michel im November: von 10 bis 18 Uhr (genauere Infos zur Öffnung von Kirche, Turm und Krypta)

Eine Live-Cam findet sich unter Turmblick live 

Am Abend zieht es uns zum Essen raus aus der Innenstadt in Hamburgs angesagtes Ausgehviertel – die Lange Reihe. Dicht an dicht reihen sich Cafés und Restaurants.

Italienisch durfte es bei uns sein. Doch die Auswahl ist riesig. Also einfach ausprobieren – und ggfs. auch vorab reservieren. Denn nicht immer klappt es einen Tisch zu bekommen – vor allem in den besonders begehrten Restaurants.

Den Abend kann man so gemütlich mit Gastro-Hopping ausklingen lassen.

Tag 3: Frühstück & Führung in Hamburgs Speicherstadt

Ein Ausflug in Hamburgs Vergangenheit als Handelsmetropole und Hansestadt – auch das gehört für uns zum Pflichtprogramm am Tor zur Welt. Schließlich ist Hamburg durch die Schifffahrt und den weltgrößten historischen Lagerhauskomplex berühmt geworden, wenngleich die Speicherstadt auch erst seit 1991 unter Denkmalschutz steht. Zusammen mit dem Chilehaus und dem Kontorhausviertel ist die Speicherstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe aufgestiegen. So wird ein Besuch mit Führung im Speicherstadtmuseum für uns zum Must-See.

Den Anfang macht die Speicherstadt Kaffeerösterei. Inmitten von Fleeten und umgeben von historischen Backsteinbauten ist die Kaffeerösterei der Speicherstadt ein Kleinod des Kaffeegenusses. Besucher können umgeben von alten Kaffeemühlen und Röstanlagen dem Treiben in der Rösterei zuschauen – im Ambiente des alten Speicherbodens von 1888. Auch Veranstaltungen in den historischen Räumlichkeiten kann man buchen. Im Fabrikladen können die Besucher auch gleich ihren Lieblingskaffee für zu Hause aus einer Auswahl von rund dreißig gerösteten Kaffee- und Expresso-Spezialitäten kaufen. Auch ein Online-Shop steht für den Nachkauf – auch aus der Ferne – zur Verfügung.

Frisch gestärkt nach einem leckeren Frühstück mit vortrefflichem 100 prozentigem Arabica-Kaffee geht es für uns weiter zur offiziellen Speicherstadt-Führung, zu der das Speicherstadt-Museum regelmäßig einlädt.

Bei dem Rundgang durch das Kerngebiet der Speicherstadt begegnen wir dem Kesselhaus, der Kaffeebörse und dem Sandtorquaihof. Dabei starten wir mit einer Einführung im Museum und erfahren mehr zur Planung, zur Bauweise und zur Entstehungsgeschichte der Speicherstadt. Durch die historischen Ausstellungsstücke fühlt man sich direkt in diese Zeit zurückversetzt und spürt wie und unter welchen Bedingungen die Quartiersleute früher ihre traditionellen Arbeiten in den Speichern verübt haben. Am Ende des rund 90 minütigen Rundgangs haben wir viel von Hamburgs Ringen um Tradition und Moderne – auch in Bezug auf die Architektur für uns mitnehmen können.

Die Rundgänge finden sonntags ganzjährig um 11 Uhr statt. Von März bis Oktober auch samstags um 15 Uhr. Treffpunkt ist das Speicherstadtmuseum. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Eintritt: 10 Euro; ermäßigt 8,50 Euro.

Mehr zum Speicherstadt-Museum: hier.

 

Am Ende unseres 3-Tages-Trips nach Hamburg steht für uns fest: Wir kommen wieder! Denn Hamburg ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert und hat seinen ganz besonderen Reiz und spezielle Angebote für die Gäste parat.

Eindrücke  im Video:

 

 

Unsere Videos zur dreitägigen Hamburg-Tour gibt’s auch auf Instagram im Kanal der @eventreporterin.


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