Edle Tropfen – ganz ohne Alkohol: Heute ist Weltwassertag!

Heute ist der Tag des Wassers und das erinnert uns an eine wertvolle Ressource und den bewussten Umgang damit. Wasser ist unser wichtigstes Grundnahrungsmittel.

Auch unser Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. In vielen Ländern dieser Erde gehört Wasser leider zur Mangelware auch wenn 70 Prozent der Erdoberfläche mit dem kostbaren Nass bedeckt sind.

Wissenswertes & Erstaunliches  zum kühlen Nass, das wir zum Leben, aber auch für unser tägliches Wohlbefinden brauchen ….

Wasser ist mittlerweile nicht nur Durstlöscher

Entdeckt …

In Deutschland gibt es interessante Entdeckungen wie die Vollmondabfüllung von St. Leonhards aus dem Chiemgau, die nur einmal im Monat bei Vollmond abgefüllt wird.

Nach Kaffee gehört Wasser auf Platz 2 wenn es um die Lieblingsgetränke der Deutschen geht. Rund 1.800 Liter Trinkwasser verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr um seinen Durst zu löschen oder Speisen zuzubereiten. Zusätzlich konsumiert er etwa 130 Liter Mineralwasser. Mineralwasser unterliegt hierzulande strengen Hygiene- und Qualitätskriterien. So darf es nicht verunreinigt sein und wird auf chemische, hygienische und mikrobiologische Eigenschaften hin überprüft. Grundsätzlich gilt: Je länger ein Wasser im Boden verbleibt, also je tiefer es liegt, desto mineralstoffreicher ist es, da es bis zur Gewinnung mehrere Gesteinsschichten durchlaufen muss. Ein weiterer Pluspunkt von tiefen Brunnen zur Wassergewinnung: Unerwünschte Substanzen wie Pestizide oder andere Schadstoffe können dem Lebenselixier nichts anhaben. Das Wasser ist im wahrsten Sinne des Wortes rein und gesund.

Wasser statt Wein

Gutes Wasser ist nicht nur wertvoll sondern es sollte auch schmecken. Qualität und Geschmack bestimmen maßgeblich unser Trinkverhalten. In den Metropolen dieser Welt und in angesehenen Hotels und Restaurants begnügt sich der Gast mittlerweile nicht mehr mit einer spärlichen Auswahl an Mineralwassersorten. Erlesene Tafelwasser sind in und Wassersorten werden wie Weine gekostet und verköstigt. Nicht selten stehen zwischen 20 und 40 Wassersorten auf der Wasserkarte, die meist Auskunft zu Herkunft, Mineralisierung und Geschichte der Wasser bietet. Wie zum Beispiel in den Hotels Atlantic Kempinksi in Hamburg mit 30 Wässern oder im Restaurant First Floor im Hotel Palace Berlin, das 40 Wassersorten aus 18 Ländern anbietet.

Wunderwelt des Wassers – zwei Wassersommeliers berichten

Das First Floor im Hotel Palace Berlin gehört seit Jahren zu den Top-Adressen und ist mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Restaurantleiter und Wasser-Sommelier Jerk Martin Riese auf die Frage, welches die teuersten und exotischsten Sorten in seinem Angebot sind: „Cloud Juice – das tasmanische Regenwasser; 10thousend BC – kanadisches Gletscherwasser; Iskilde – eine Quelle aus Dänemark und Fiji – die einzige Sorte, die wir in PET-Flaschen führen. Unser teuerstes Wasser auf der Karte ist Bling, bei dem die Flasche mit Swarovski- Steinen besetzt ist. Es kostet 65 Euro die 0,75 Liter Flasche und wird vorwiegend von russischen oder osteuropäischen Gästen bestellt. In der Regel steht dann aber auch weniger der Inhalt als die extravagante Verpackung im Vordergrund.“

ThirtyUp: Welche Trends bei Wässern sehen Sie in Zukunft?

Riese: Ich gehe davon aus, dass zukünftig auch kleinere gastronomische Betriebe drei bis fünf verschiedene Wässer auf der Karte haben werden. Der Verbraucher schätzt die Vielfalt. Lange gab es in Deutschland nur normalen Filterkaffee. Inspiriert von Italien und Frankreich reicht das Angebot heute von Espresso über Café au lait bis zu Latte macchiato. Beim Wasser geht die Tendenz klar zu still oder medium. Sie sind einfach bekömmlicher zum Essen.

TU: Und welches Wasser empfehlen Sie?

Riese: Ich habe gewisse Favoriten, trinke aber situationsbezogen. Zum Dinner zum Beispiel ein Glas St. Leonhards, weil es ausgewogen niedrig mineralisiert ist und harmonisch zum Essen und Wein passt. Beim Sport trinke ich ein Wasser mit einem höheren Mineraliengehalt.

Lars Hentschel, Oberkellner, Sommelier und Wassersommelier im Atlantic Hotel Kempinski, Hamburg, einem Grandhotel mit über 100-jähriger Geschichte.

TU: Nach welchen Kriterien wählen Sie die Wässer für Ihre Karte aus?

Hentschel: Sie müssen auf jeden Fall etwas Besonderes, Extravagantes mitbringen; das kann ihre Geschichte, Verpackung oder Herkunft betreffen. Insgesamt achten wir bei den 30 Wässern unserer Karte auf eine gute und ausgewogene Mischung: Voss – das norwegische Gletscherwasser – ist inzwischen ein echter Klassiker. Weniger bekannt dagegen ist Lauquen aus Patagonien – das südlichste entspringende Mineralwasser der Welt. Oder Cape Karoo, das in der heimischen Weinbauregion Paarl abgefüllt wird und nach der südafrikanischen Halbwüste benannt ist. Doch man muss gar nicht um die halbe Welt reisen.

TU: Haben Sie einen allgemeinen Rat für die Wahl des richtigen Wassers?

Hentschel: Erlaubt ist, was gefällt. Als Speise- und Weinbegleiter bevorzuge ich aber niedrig mineralisierte, stille Wässer, da sie die Geschmackspapillen am wenigsten fordern.

Quelle: www.st-leonhards-quelle.de



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2 Kommentare zu “Edle Tropfen – ganz ohne Alkohol: Heute ist Weltwassertag!”

  1. Hallo Marcello,

    vielen Dank für Deine wertvolle Ergänzung. Die Welt der Wunderwasser ist offensichtlich groß und sie birgt kostbare Schätze!

    Liebe Grüße aus der ThirtyUp-Redaktion
    Christiane

  2. marcelo sagt:

    herr hentschel empfahl ein sehr hoch mineralisiertes französisches wasser, dessen name ich wohl nicht richtig
    verstanden habe.chandelton ? soll schon von französischen königen hoch geschätzt worden sein. danke

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