Karneval op kölsch: Tipps rund um’s jecke Treiben an den tollen Tagen der Session 2011

Am Aschermittwoch ist alles vorbei… Und wer ist schuld? Der Nubbel natürlich.

Der Nubbel wird in Köln traditionell für alle „Sünden“ verantwortlich gemacht, bevor ihn ein Trauerzug zur letzten Ruhestätte geleitet und verbrennt. Diesmal erst am 09.03.2011 – dem Ende einer der längsten Karnevalssessionen, die es je gab. Ein Überblick …

Für die jecken Tagen zuvor hat unser Autor Hartmut Kramer, der „Kölnflüsterer„, selbst aktiver Karnevalist seit seinem 14. Lebensjahr und nebenberuflich sehr erfolgreich als Stadtführer unterwegs, einen jecken Fahrplan aufgestellt…

Bevor der Nubbel qualmt: Startschuss mit den jecken Wievern

Ab Weiberfastnacht, Donnerstag, den 03.03.2011, steht „janz Kölle Kopp“. Sechs Tage lang herrscht karnevalistischer Ausnahmezustand. Pünklich an Wieverfastelovend um 11.11 Uhr fällt der Startschuss. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters überreicht auf dem Altermarkt den Schlüssel der Stadt an das diesjährige Dreigestirn Prinz Frank I., Bauer Günter und Jungfrau Reni, Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln. Diese symbolische Schlüsselübergabe für die tollen Tage bis Aschermittwoch eröffnet den Straßenkarneval. Bei der „Freiluftsitzung“ am Altermarkt tritt auf den Bühnen dann alles auf, was im Kölner Karneval Rang und Namen hat. Das jecke Geschehen wird mittels Großbildleinwand auf dem Heumarkt übertragen. Es darf geschunkelt und getanzt werden. Und Petrus wird sicherlich ein Einsehen mit den Jecken haben und „dat Sönnchen“ scheinen lassen. Danach wird in Kneipen und auf der Straße kräftig gefeiert. Auch finden diverse Weiberfastnachtparties statt, veranstaltet von Kölner Karnevalsgesellschaften, wie z.B.

Karten können bei KölnTicket und/oder über die jeweiligen Karnevalsvereine erworben werden.

Ticket-Tipp:

Tolle Sache für alle diejenigen, die bisher noch keine Karten ergattern konnten: Das Festkomitee Kölner Karneval richtet jedes Jahr zu den tollen Tagen  für die Jecken im Internet eine Ticket-Tauschbörse ein.

Rusemondaach – de Zoch kütt!

AUSNAHMEZUSTAND:

© J. Badura, Köln/Festkomitee Kölner Karneval
Ein kleiner Hinweis:
In Köln kann man an den tollen Tagen wirklich nur Karneval feiern. Denn das restliche Leben kommt weitestgehend zum Stillstand:
Die städtischen Museen sind geschlossen. Einkaufsbummel gestalten sich schwierig, da besonders an Weiberfastnacht und Rosenmontag die meisten Geschäfte (Innenstadt) geschlossen haben. Aber auch an den anderen Karnevalstagen kann man vor geschlossenen Türen stehen oder gerät unterwegs in Umzüge oder sonstige Festivitäten.
Also: Reinstürzen oder Zurückziehen – denn zu Karneval regieren die Jecken!

Auch Rosenmontag am 07.03.2011, dem Höhepunkt des Kölner Karnevals für jeden Jecken, wird geschunkelt und gesungen, was das Zeug hält. Am besten gelingt dass, in dem man sich mit vielen Freunden am „Zochweg“ trifft, „jet zo müffele“ (etwas zum Essen /Schlemmen) und natürlich Kölsch dabei hat. Ab 10.30 Uhr können die Jecken dann den Aktiven des Rosenmontagszuges zeigen – frei nach dem Motto „Köln hat was zu beaten“ – was kölsche Brauchtumspflege bedeutet: Strüßjer und Kamelle sammeln.

Begehrte Tribünenplätze: „Rosenmontag all inclusive“

Wer es lieber etwas exklusiver mag, für den bieten sich die zahlreichen Tribünen am Zochweg an. Hier gibt es „Rosenmontag all inclusive“ – Getränke, Imbiss und Toilette inbegriffen. Einige wenige Restkarten gibt es noch. Ein Last-Minute-Erfolg über den Kartenkauf des Festkomitees ist eher unwahrscheinlich, aber immer einen Versuch wert und sei es über die Tauschbörse. Der Kaatebus am Neumarkt eröffnete bereits am 03. Januar seinen Verkauf.

Und wer dann noch nicht genug vom bunten Treiben hat, der kann in diversen Kölner Stadtteilen am Karnevalssamstag (05.03.2011) oder Veilchendienstag (08.03.2011) die Veedelszöch bewundern und weiterfeiern; nicht zu vergessen die Schull- und Veedelszöch am Karnevalssonntag (06.03.2011).

Linktipps:

Weiterführende Infos auch auf Kölner-Karneval.org

Der Zugweg „Rosenmontagszug“ 2011

Termine der Karnevalszüge in den Stadtvierteln (Veedelszöch)

Schull- un Veedelszöch

Und dann ist alles vorbei – Aschermittwoch! Den Tag, den die Jecken zutiefst fürchten und sich schon auf die nächste Session freuen. Aber daran denken wir  jetzt erst mal noch nicht!

In diesem Sinne – genießt die längste Session der nächsten 100 (!) Jahre und habt viel Spaß.

Kölle Alaaf!

Text: Hartmut Kramer, Redaktion: Martina Troyer

Fotos: © J. Badura, Köln/Festkomitee Kölner Karneval

Ein kleiner Hinweis:

In Köln kann man an den tollen Tagen wirklich nur Karneval feiern. Denn das restliche Leben kommt weitgehend zum Stillstand. Die städtischen Museen sind geschlossen. Einkaufsbummel gestalten sich schwierig, da besonders an Weiberfastnacht und Rosenmontag die meisten Geschäfte (Innenstadt) geschlossen haben. Aber auch an den anderen Karnevalstagen kann man vor geschlossenen Türen stehen oder gerät unterwegs in Umzüge oder sonstige Festivitäten. Also: Reinstürzen oder Zurückziehen – denn zu Karneval regieren die Jecken!


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