Buchtipp: Amüsanter Blick auf die Szenen einer (glücklichen) Ehe!

Judith Pinnow/ Christine Goppel „Warum ich meinen MANN schon oft in die Wüste schicken, aber noch nie rauswerfen wollte“ (Coppenrath Verlag, 2010)

Ein Buchtipp passend zur Jahreszeit… fast so wie eine Diät…


Wenn alle über Diäten reden und auf leichte Kost umsteigen, eignet sich dieses Buch in vielerlei Hinsicht. Es hat keine Kalorien, ist gut verdaulich, hebt die Laune und man empfiehlt es gerne weiter!

Judith Pinnow, Jahrgang 1973, ist die Ehefrau von Stefan Pinnow. Beide lernten sich bei Fernsehaufnahmen kennen, seit 1998 sind sie glücklich verheiratet. Christine Goppel ist Illustratorin und gestaltet & schreibt Bücher. Beide fangen Szenen einer Ehe ein und schauen dabei hinter die Kulissen einer ganz normalen Beziehung.

Gedankenlosigkeiten oder Sexfantasien – warum Mann es einfach hat

Herrlich ironisch und pointiert beschreibt Judith Alltagsaugenblicke mit ihrem Mann Stefan. Den sie liebt, das glaubt man ihr aufs Wort. Aber dessen typisch männliche Eigenschaften sie auch permanent auf die Palme bringen. Bekannte Szenarien spielen sich ab: Von kleinen Peinlichkeiten beim Gästebesuch, wenn sich der Göttergatte aus Gedankenlosigkeit zurückzieht und sie kaum wagt auf Toilette zu gehen, um die Gäste nicht alleine zu lassen. Oder die unterschiedlichen Vorstellungen und Wünsche beim Thema Sex: Wäre sie doch auch so gerne ein Mann: „Es gibt nur wenige Probleme, die sich für einen Mann nicht durch guten Sex lösen lassen…“. Ja, Männer haben es irgendwie einfach. Oder machen es sich einfach. Zum Beispiel die lästige Kumpanei. Immer erzählen uns die Männer von den attraktiven Frauen drumherum. Muss das denn sein? Warum nicht mal selbst mit der besten Freundin über den rassigen Mann sprechen, der da gerade entlang spaziert? Während der Eigene dabei steht und zuhört oder zuhören muss…  Aber das sähe „Mann“ nun wirklich nicht gerne. Und peinlich wär’s uns Frauen irgendwie auch.

Rituale und Gehabe – oder einfach genetisch programmiert?

Seine hervorstechendsten Eigenschaften nimmt sie liebevoll aufs Korn: Das männliche Ritual des „Gut abschneiden wollens“ zum Beispiel: Wenn im Garten nicht nur Rasen gemäht, sondern den Büschen und Sträuchern Arme und Beine abgeschnitten werden, so dass hinterher nicht mehr als ein kahler Stamm übrig bleibt. Er hat es ja nur gut gemeint – und sehr wahrscheinlich liegt es sowieso einfach in den Genen!

Genauso wie das „überall schlafen können“. Und schnarchen. Welche Frau hatte nicht schon zahllose, schlaflose Nächte, weil sie befürchten musste, ihrem Bett würden gleich die Beine abfallen vor lauter Sägerei?

ThirtyUp-Resümée

SHOPPING-TIPP

Ein Buch, das man sicher nicht permanent zitiert, aber es bereitet Lesevergnügen und eignet sich hervorragend als Mitbringsel oder Geschenk. Für die beste Freundin oder den besten Freund. Gemeinsam wiedererkennen ist ein bisschen wie sich heimlich verbünden …

Das Buch ist – leider – schnell ausgelesen und zurück bleibt ein Schmunzeln und – Judith Pinnow sei Dank – ein bisschen mehr Verständnis für dieses seltsame Individuum Mann, dessen Marotten, so unterschiedlich sie auch sein mögen, uns doch eines lehren: Wir lieben es, auch wenn wir es nicht immer verstehen!

Tipp: Das Besondere dieses Buches? Es gibt ein Pendant von Stefan Pinnow… Sozusagen als Erwiderung… Aber dazu mehr beim nächsten Mal!

Buchcover: © Coppenrath Verlag


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