Während in Köln das Hochwasser mit 8,91 m in der Nacht seinen Höchststand erreicht hat und die Altstädter langsam beginnen aufzuatmen, ist an Normalität beim Schiffsverkehr noch nicht wirklich zu denken.
Auswirkungen hat das Hochwasser auch für die Veranstaltungen auf den Schiffen an den Bootsanlegern der Altstadt …
Beklagen können sich die Anwohner der Altstadt nicht, denn sie sind förmlich mit einem blauen Auge davon gekommen. Zumindest dann, wenn nicht durch ergiebige Regenfälle im gesamten Rheingebiet in den kommenden Tagen mit einer weiteren Hochwasserwelle gerecht werden muss, wie die Hochwasserschutzzentrale in Köln einschränkt.
Büroräume zeitweise verlassen
Aufwendige Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser sind die Altstadtbewohner gewohnt. So musste sich auch die Verwaltung der KD-Event & Flusskreuzfahrten auf das Schlimmste einstellen. Das Reisebüro wurde laut Informationen der Facebook-Seite bereits am Samstag geräumt. Die Büroadresse Frankenwerft nur noch mit nassen Füßen oder gar nicht mehr erreichbar? Ein Szenario, das den Anliegern des Rheinufers und der Altstadt mittlerweile nur allzu vertraut ist.
Nachdem der Schiffsverkehr am Sonntag eingestellt werden musste, waren die Schiffsanleger am Wochenende verwaist.
Für die derzeit geplanten Veranstaltungen Traumschiff-AHOI am 14. Januar in Köln und 15. Januar in Bonn weist die KD daher darauf hin, dass Karten umgetauscht werden können. Laut bisherigen Angaben können die Veranstaltungen in der kommenden Woche wie geplant starten.
Schneeschmelze: des einen Freud’ – der anderen Leid
Während den Rheinanliegern die Schneeschmelze Sorgen bereitete, durften sich andere freuen. Nachdem der Abriss des Restaurants auf dem Drachenfels eigentlich schon vor Weihnachten hätte starten sollen, jedoch aufgrund Eis und Schnee nicht wie geplant durchgeführt werden konnte, ist auch hier für heute Aufatmen angesagt. Laut Angaben des WDR-Hörfunk kann nun endlich mit den Abrissarbeiten begonnen werden. Fertiggestellt sein solle der Neubau in rund einem Jahr.
Linktipps
Aktuelle Pegelstände am Mittelrhein (Mainz bis Köln)
Bildquelle: bogopicture – Fotolia.com

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Das Hochwasser in Deutschland ist wirklich schlimm, doch ich denke so verheerend wie die Australier in Brisbane, hat es uns nicht getroffen. Ich hoffe bald kehrt wieder der Normalzustand ein.
@ Friedemann, ja Maßnahmen zur effektiven Vorbeugung sind sehr wichtig. In Köln hat man sich nach schweren Hochwassern 1993 und 1995 bereits unter massivem Kostenaufwand mit Hochwasserschutzwänden ausgerüstet und ein effektives Hochwasserschutzkonzept erarbeitet. Das Ergebnis zeigt, dass Investitionen sinnvoll und notwendig sind.
@ Lambert Schuster, das war sicher schrecklich für Sie und Ihre Familie! Verständlich, dass niedrigere Pegelstände für Sie nun eine ganz andere Dimension haben.
Hoffen wir, dass die noch bevorstehende, zweite Welle durch den andauernden Regen und das Anschwellen auch der Nebenflüsse nicht solche Dimensionen annimmt.
Viele Grüße und einen schönen Tag aus der Redaktion
Naja, das ist vielleicht was für Fremde und Hobbykölner. Für den Profi-Kölner war das kein besonderes Hochwasser, eher hohes Wasser.
Da gab es in der Vergangenheit schon Besseres. Einmal waren drei Häuser aus meinem Familienkreis direkt und sehr, sehr schlimm betroffen. Da allerdings stieg der Pegel bis auf 10.63 m und das nennen wir dann Hochwasser. Da habe ich in der Nacht die Türen und Fenster zugemauert. Jede Stunde eine Ziegelreihe mehr, mit dem Rhein um die Wette. Und im Keller schwammen die Kohlen in den Aktenregalen.
Da blutet einem das Herz, wenn man sich die jährlichen Hochwasserschäden ansieht. Ich glaube nicht, dass wirklich alle Möglichkeiten eines effektiven Hochwasserschutzes ausgeschöpft werden. Da könnte bestimmt mehr getan werden. Viel mehr…