Review: Happy New Year – Auf der Silvester-Ahoi-Party ins Neue Jahr schippern und r(h)einfeiern

Silvester auf dem Rhein feiern, das Feuerwerk rund um die Kölner Altstadt und die Rheinbrücken erleben – und alles mit 360° Rundblick. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Ob das Erlebnis hielt, was es versprach?

Unsere Eindrücke und viele Bilder der Feiernden in unserer Galerie…

Gut gestärkt nach dem Silvester-Raclette machten wir uns auf den Weg zum KD-Anleger 4 direkt am Altstadt-Ufer. Der freundliche Taxifahrer hatte uns dabei noch einige Laufminuten spendiert, da er uns gegenüber des Maritim-Hotels absetzte. Zum Glück kein Problem dank der Winterstiefel an den Füßen, denn die Tanzschuhe hatte ich wohlweislich in der Tüte am Handgelenk. So mancher sehnsüchtige Blick streifte mich, denn wo ich hinblickte schienen viele Damen den Tütentrick vergessen zu haben und staksten nun in Stilettos oder schicken Pumps durch den matschigen Schnee.

Zum Glück hielt sich die Wartezeit am Anleger in Grenzen, obwohl sich eine – wenn auch kleine – Nebenschlange gebildet hatte, die sich frech von der Seite dazwischen schob. Was soll’s – wir lassen uns unsere Silvesterlaune garantiert nicht durch solche Banalitäten nehmen. Rund 20 Minuten später waren wir an Bord der MS Drachenfels. Das Schiff gehört eher zu den Kleinen der KD-Flotte, insofern mit der großen Schwester, der MS Rhein-Energie, die wir bei der AHOI meets Zeitlos-Party erlebt hatten, nicht zu vergleichen. Dafür war die Atmosphäre denn auch durchweg familiärer.

Erst Anwärmen dann Ablegen

Nach dem obligatorischen Garderobengang ein erstes Vorglühen bei einem Gläschen Sekt, bevor wir neugierig die Decks erkundeten. Im Ticket-Preis von rund 80 € waren Sekt, Wein, Softdrinks und Kölsch inklusive – was sicher auch dafür sorgte, dass an den Bars Sekt & Kölsch nahezu in Strömen floss. Im Unterdeck legte Marc Galves, der AHOI-DJ bereits eine Mischung aus Party-Classics, Soul und aktuellen Charts auf und zog die Tanzfreudigen auf den Dancefloor. Erst jetzt bemerkte ich,  dass sich das Schiff bereits auf seine Rundfahrt rheinaufwärts begeben hatte.

Und weiter ging’s das Schiff hinauf, vorbei an der Snack-Bar: Wer sich zwischendurch noch stärken wollte, hatte mit der leckeren Gemüse-Quiche (selbst getestet), bei Currywurst mit Landbrot oder einer Frikadelle noch die Chance dazu (Preise um die 3,50 €).

Selber „zapfen“ leichtgemacht

Auf dem Oberdeck sammelten sich die Housefans – vermehrt, aber nicht durchgängig die etwas jüngeren Tänzer. Zeit für eine Softdrinkpause. Ob von der Bar oder direkt aus dem Kühlschrank, sozusagen „selbstgezapft“. Keine schlechte Idee, den Kühlschrank – gut bestückt mit Cola, Wasser & Co. zwecks Selbstbedienung aufzustellen. Das ging zwanglos und wurde sichtlich gut angenommen.

Auf dem Außendeck

Das Freideck blieb diesmal zuerst den Rauchern vorbehalten, die unter den vier zaghaft glimmenden Heizstrahlern zumindest versuchten, sich warme Gedanken zu machen. Zwei junge Männer fahndeten denn auch vergeblich nach etwas zum Zudecken: „In guten Restaurants gibt’s Decken auf den Außenterrassen. Warum nicht auch hier?“ Dass die Raucher diesmal nach draußen verbannt wurden, war ihnen vorher nicht ganz klar gewesen.

Tolle Stimmung trotz diesiger Sicht

Zum Glück blieb vor Mitternacht noch genügend Zeit, sich mit Jacke oder Mantel von der Garderobe zu versorgen. Pünktlich zum mitternächtlichen Silvesterfeuerwerk war das Freideck denn auch proppenvoll: Während der Dom leider wegen reichlich Nebel und Dunst im Verborgenen blieb, wurden wir mit einer grandiosen Rundumsicht auf das Feuerwerk links und rechts des Rheinufers belohnt. „Dankeschön“ schrie denn auch ein dankbarer Gast und meinte damit die Betreiber der Rheinterrassen, die sich mit einem selbst initiierten Feuerwerk nicht nur für ihre eigenen Gäste ordentlich ins Zeug gelegt hatten: es knallte, donnerte und leuchtete nur so in prächtigen Farben.

Gäste-Stimmen

Leuchtende Augen – nicht nur vom Anblick des Feuerwerks bekamen denn auch Monika und ihr Mann auf dem Freideck. Bei unserem „Prosit Neujahr“ erzählte sie, dass sie vor eineinhalb Jahren auch auf einem Kölner Schiff geheiratet hatten. „Jetzt feiern wir also erstmals Silvester auf dem Rhein: Tolle Sache und diese Stimmung ist einfach großartig“.

Das ist auch das, was Albert (41) und seine Freunde aus dem Odenwald hierher zieht. „Eine aus unserem Bekanntenpreis hat ein Reisebüro, so orderten wir die Karten über sie. Heute übernachten wir im Hotel, da müssen wir quasi nur nochmal aus dem Boot fallen und sind da“. Einfach genial feiern könnte man hier, war sein Fazit.

Und ob er wieder kommt? „Keine Frage. Nächstes Mal werden wir aber direkt einen Bus chartern, dann gehts danach auch wieder ab nach Hause.“

Und unser Resümée? Zurück bleibt die Erinnerung an eine wirklich schöne Silvester-Party in angenehmer Feieratmosphäre mit lauter netten Leuten. Man kam recht leicht in Kontakt mit anderen, vermutlich gerade weil das Schiff nicht so riesig war. Das Kölner Silvester-Feuerwerk auf einem Rheinschiff erleben, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Wirklich empfehlenswert!

Bilder und Eindrücke in unserer Fotogalerie | © Fotos: Burkhard Breuer


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1 Kommentar zu “Review: Happy New Year – Auf der Silvester-Ahoi-Party ins Neue Jahr schippern und r(h)einfeiern”

  1. Gratuliere – welch schönes Erlebnis, welch schöner Bericht!!

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