Vorfreude statt Stress – Wege aus dem Weihnachts-Chaos

Freuen Sie sich schon auf die schönste Jahreszeit im Jahr? An was denken Sie zuerst, wenn Sie an Weihnachten denken? An das bevorstehende Festmenü oder an den aufwendig dekorierten Weihnachtsbaum?

Unsere Autorin Claudia Weiler, Persönlichkeits- und Business-Coach aus Köln, gibt Tipps, wie Sie sich und Ihre Lieben in der Feiertagsplanung entlasten können…

Hektik vor dem heiligen Fest

Überall duftet es nach Lebkuchen, die Straßen und Wohnungen sind stimmungsvoll dekoriert und endlich trifft sich die ganze Familie wieder.

Die meisten von uns verbinden mit Weihnachten aber ganz andere Dinge: Die Jagd nach den besten Weihnachtsgeschenken, eine perfekt aufgeräumte und adventlich geschmückte Wohnung. Die Küche verwandelt sich in eine Fabrik für Weihnachtsgebäck, die Adventskalender müssen gefüllt werden und die Weihnachtsfeiern machen den Terminkalender nur noch voller.

Das hört sich nach viel Weihnachtsstress und wenig Besinnlichkeit an. Fast scheint es so, als ob die Zeit vor Weihnachten doppelt so schnell davon rast wie die restliche Jahreszeit. Und so kann schnell die Vorfreude auf Weihnachten zum Weihnachtsstress werden.

Die richtige Vorbereitung hilft, den Stress zu mindern

Viele fühlen sich durch die Termine an Weihnachten und die bevorstehenden Vorbereitungen fremdbestimmt. Mit kleinen Tricks können Sie schnell Abhilfe schaffen. Oft scheitert ein besinnliches und entspanntes Weihnachten an den Vorbereitungen und der mangelnden Kommunikation zwischen Familienmitgliedern und Freunden.

Nutzen Sie deshalb das nächste Familientreffen, zum Beispiel beim gemeinsamen Abendessen um über Ihre Erwartungen und Wünsche anlässlich des Weihnachtsfestes zu sprechen:

  • Stimmen Sie sich ab wie jeder in der Familie seine Interessen an Weihnachten umsetzen kann.
  • Räumen Sie den Kindern an diesen Tagen ausreichend Zeit zum Spielen ein.
  • Schaffen Sie sich Freiräume für Verabredungen mit Freunden!
  • Planen Sie auch als Eltern genug freie Zeit für Muße und Zweisamkeit ein.
  • Teilen Sie anstehende Aufgaben untereinander auf. Wenn jeder anpackt, dann sind alle entspannter und haben einmal mehr Grund, sich auf Weihnachten zu freuen!

Nicht jede Pflicht muss unbedingt erfüllt werden!

Gerade in der Weihnachtszeit häufen sich Pflichttermine. Es macht durchaus Sinn, sich zu fragen ob nicht der eine oder andere Pflichtbesuch bei Verwandten und Freunden auf die Zeit nach Weihnachten verschoben werden kann. Fragen Sie doch einfach mal an: es kann passieren, dass Ihr Gegenüber erleichtert ist, weil Sie ihm einen Tag mehr in der stressigen Weihnachtszeit schenken,…..

Geschenke – lieber sinnstiftend als nutzlos

Anstatt jedem Familienmitglied ein kleines Geschenk zu machen, kann die Familie lieber in etwas Größeres für alle investieren wie zum Beispiel in einen besonderen Ausflug oder eine kleine Wochenendreise. Oder Sie entscheiden sich – Kinder ausgenommen – auf Geschenke ganz zu verzichten.

Menü-Planung ohne Stress

Zuletzt steht noch das große Festmenü auf dem Prüfstand. Sie können sich für eine Entlastung zum Beispiel für einen Partyservice entscheiden oder einfach mal weniger kochen. Zu üppiges Essen sorgt im Zweifelsfall sowieso nur für ein Völlegefühl und Trägheit.

Achten sie auf Ihr eigenes Wohlbefinden schon vor dem Weihnachtsfest

Stellen sie sich vor, Sie beginnen Ihren Tag mit einem Frühstück bei Kerzenlicht, mit angenehmer Musik und ein bisschen Zeit für sich. Nehmen Sie sich doch an den Adventswochenenden zwei Stunden Zeit mit Ihrer Familie, stellen das Handy und Telefon auf lautlos und auch der Fernseher bleibt aus. Bei Kaffee und Kuchen lesen Sie sich gegenseitig Geschichten vor oder hören gemeinsam eine CD …. Solche Rituale helfen, den Stress vor der Tür zu lassen, erhöhen die Freude auf Weihnachten und werden den Kindern später besonders angenehm in Erinnerung bleiben.

Das Wichtigste ist jedoch, sich nicht selbst unter Druck setzen zu lassen. Bleiben Sie gelassen, wenn auch nicht alles perfekt ist. So werden Sie ein schönes und entspanntes Fest erleben.

Text: Claudia Weiler; Redaktion: Christiane Prang

Bildquelle: Noam – Fotolia.com


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2 Kommentare zu “Vorfreude statt Stress – Wege aus dem Weihnachts-Chaos”

  1. Danke lieber Markus und wir schließen uns den guten Wünschen an Dich und „Deine“/unsere Leser an. Noch eine kleine Bitte: Vielleicht verrätst Du uns dann nach Weihnachten, welcher Brauch da von Dir reaktiviert wurde und wie Deine Familie darauf reagiert hat. Du kennst uns doch mittlerweile;-): Wir sind schon sooo neugierig darauf…

    Ganz liebe Grüße aus der „eingeschneiten“ Redaktion

  2. Markus sagt:

    Hallo liebe Radaktion und ein fröhlich gebrummtes HoHoHo,

    vielen Dank für Euren Artikel, der mich nachdenklich gemacht hat. Am Morgen des ersten Weinachtstages, wenn noch alles schläft, sitze ich „traditionell“ in einem Sessel, einen dampfenden Kaffee in der Hand, und schaue mir den Weinachtsbaum an, aber auch das Geschenke- und Verpackungschaos, das ebenso traditionell am Vorabend keiner mehr aufräumen wollte. Es gibt den Spruch „Weihnachten kommt immer so plötzlich“. Das fällt mir dann auch immer auf, und oft denke ich, dass irgendwie die Adventszeit so schnell rum gegangen ist und irgendwie das Besinnliche zu kurz gekommen ist. Euer Artikel hat mich an einen schönen Brauch aus meinen Kindertagen (laaaaaaaaaaaaaaaaaaange her – heute bin ich der Großvater ….. nee, quatsch) in der Adventszeit erinnert, den ich dieses Jahr mit meiner Familie reaktivieren werde. Mal sehen, was meine Lieben dazu sagen, und ob es mir dieses Jahr am ersten Weihnachtstag beim Kaffee im Sessel anders geht.

    Eine besinnliche und stressreduzierte Adventszeit sowie täglich fünf Minuten zum Innehalten
    wünscht Euch und „meinen Lesern“ (heute mal mit leisen Tönen und nur wenig Wortspielen)
    Der Markus

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