Review: NEUinKOELN – herbstlich-wilde Küchenparty am 02.10.10

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Küche, kochen, kennenlernen – drei K’s, die es bei der Küchenparty in sich haben: ThirtyUp hat das Kochevent  besucht und dabei den Profi- und Amateurköchen über die Schulter und in die Töpfe geschaut.

Ob die Küchenparty hielt, was die Vorankündigung verhieß und warum sportliche Fitness (nicht nur) für Küchenprofis wichtig ist…

16 Köche, vier Gänge und ein Menü vom Feinsten

Die Veranstalter von NEUinKOELN luden in der eigens bei XING eingerichteten Gruppe im kleinen Kreis zur Küchenparty für (Nicht-)Köche ein. Für 65 € pro Person wurde viel versprochen, das machte uns neugierig. Und wirklich: Hier trafen die 16 Teilnehmer auf zwei Profiköche, die nicht nur mit Rat & Tat, sondern auch mit Charme & Esprit in die hohe Kunst der kulinarischen Genüsse einwiesen. Dabei schien Mitkochen eine Kann- und keine Muss-Option zu sein. Ließ es sich doch vortrefflich „smalltalken“ in angenehmer, sehr persönlicher Runde in der Eventküche des Natuzzi Café am Ring.

Das Rezept zum Nachkochen gab es für die Teilnehmer gleich dazu

Nach kleiner Vorstellungsrunde teilten sich die Teilnehmer in vier Gruppen ein. Zur Wahl stand die Vorbereitung der Vorspeise, der Suppe, des Hauptganges oder des Desserts. Die Karte ließ schon höchste Genüsse erahnen. Da gab es gebackenen Butterkürbis mit Rosmarin und Joghurt-Limettencreme, vegetarische Pilzsuppe mit Thymian-Parmesanchips, Wildschweingulasch mit Maronen-Preiselbeersoße, hausgemachte Semmelknödel und frische Spätzle vom Brett. Vom Brett? Das Geheimnis würde sich erst später lüften.

Zum Abschluss: Das Dessert versprach „Zweierlei von der Pflaume“: Pflaumen Granita mit Frischkäse-Pflaumen Mousse.

Fitness ist kein Fehler: Wenn Kochen in die Arme geht

Und nun wurde fleißig gewerkelt. Zwischendurch blieb immer wieder genügend Zeit für persönliche Gespräche der Teilnehmer, ein Gläschen Wein oder um einen separaten Küchentipp der Profiköche Gregor (der hauptberuflich für das leibliche Wohl vieler Menschen sorgt) und „Hansen“ (Johannes, dem Inhaber und Betreiber des Natuzzi Café) zu ergattern.

„Das Wildschwein heute habe ich mir ausgesucht“ verriet Maya, die mit Hanno und Claudia bereits zum dritten Mal dabei war. Während einige Gäste das Kochen als nettes Beiwerk betrachteten, war Maya mit vollem Eifer und Wissbegier dabei. So auch, als sie unter fachmännischer Anleitung von Gregor den Spätzle-Teig schlug: „Ich spiele sonst Squash. Nun musste ich gesundheitlich etwas pausieren. Aber das Teigschlagen geht ganz schön auf die Oberarme – da braucht man schon Kraft.“ Der Spaß daran war ihr anzusehen. Fasziniert schauten die anderen Teilnehmer ihr dabei zu.

Irgendwann war es so weit und der Spätzle-Teig schlug die erforderlichen Blasen. Genug geschlagen, jetzt gehts ans Abstreifen vom Brett. „Dazu“, verriet Chefkoch Gregor, „benutzt man eine Palette [Anm. d. R.: eine Art stumpfes, langes Messer] und zieht den Teig – nicht zu dünn – über das Brett. Anschließend werden die Spätzle vom Brett in dünnen Streifen nach und nach in den Kochtopf geschabt. Deshalb heißt das auch „geschabte Spätzle vom Brett“!“ Voilà! Schien doch eigentlich ganz einfach zu sein.

Zum Abschluss fein getafelt

Und so konnte nach gut dreieinhalb Stunden vermeldet werden: „Es ist angerichtet!“ Die Teilnehmer durften sich an die gedeckte Tafel zum gemeinsamen Dinieren begeben. Jeder Gang wurde vorgestellt und gebührend gewürdigt. Ob bekennende Süßspeisenfans oder eingefleischte Freunde des Herzhaften – ein jeder ließ es sich schmecken und konnte mit Stolz für sich in Anspruch nehmen, an der Zubereitung dieses Menüs selbst beteiligt gewesen zu sein.

Resümèe am Ende des Tafelfestes: „Und morgen kommen wir alle wieder, denn besonders gut schmeckt das Gulasch am nächsten Tag … sagt uns das Rezept!“ schmunzelte Claudia. Für sie und manch anderen der Teilnehmer war klar, das würde nicht ihre letzte Küchenparty gewesen sein.

Events für Neu-in-Kölner und andere Kölnliebhaber

Einige der Kochfreunde kannten sich bereits durch weitere Events der NEUinKOELN-Reihe, die vor fast sechs Jahren aus dem Imi-Stammtisch entstanden war. Die Veranstalter Jens Albat, Norbert Helff und Andreas Albani bieten verschiedene Events zum legeren Kennenlernen an: Für Köln-Neulinge, schon länger Zugezogene oder „echte“ Kölner, die einfach mal Neues in ihrer Heimatstadt entdecken wollen – denn die Events für Kölner und Nicht-Kölner finden meist in neuen und wechselnden Locations statt. Informieren und registrieren kann man sich auf NEUinKOELN. Die nächsten Events sind schon terminiert. Auch die vierte Küchenparty steht für Anfang November bereits auf dem Programm, voraussichtlich die letzte in diesem Jahr. Ganz sicher gibt es wieder ein Gedrängel um die begehrten Teilnahmeplätze. Wir wissen nun, warum!

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