Bauer trifft Pinkel: 10 Benimm-Tipps bei geschäftlichen Verabredungen

Unsere Autorin Astrid Fiedler, Image-, Farb- und Stilberaterin aus Hamburg, verrät, worauf es bei geschäftlichen Verabredungen wirklich ankommt. Gibt es Fauxpas und wie kann man diese wirkungsvoll umgehen?
Hier ihre 10 Tipps zum Anbahnen erfolgreicher Geschäftskontakte…

Der erste Eindruck entscheidet darüber, ob eine Kontaktanbahnung leicht oder kompliziert beginnt. Schaffen Sie Vertrauen, in dem Sie diese ganz einfachen Regeln befolgen!

  1. Treffen Sie Ihre Verabredung im Voraus
    Schneien Sie nicht einfach in die Geschäftsstelle Ihres neuen Geschäftspartners. Finden Sie heraus, welcher Ort für ein Treffen angemessen ist und ob Ihr Geschäftspartner sich dort wohl fühlen kann.
    Im 3 Sterne Restaurant fühlen sich viele Menschen nicht entspannt!
  2. Treffpunkt und Zeit bestätigen
    Vereinbaren Sie telefonisch einen Termin und den zeitlichen Rahmen.
    Bestätigen Sie das Treffen nach Ihrem Gespräch.
    Wenn Sie sich nicht im Büro des Geschäftspartners treffen, geben Sie Tipps zu Anreise und Parkmöglichkeiten.
  3. Kleidung
    Kleiden Sie sich angemessen, dem Anlass und dem Ort entsprechend.
    Grundsätzlich gilt, dass die Kleidung eine gute Qualität haben und gepflegt sein sollte. Gute Passform und angemessene Farbzusammenstellung unterstützen Sie in Ihrem Auftritt und Sie drücken Ihrem Gesprächspartner gegenüber Wertschätzung aus.
  4. Pünktlichkeit
    Viele Menschen fühlen sich unwohl, wenn der Gesprächspartner sie warten lässt.
    Seien Sie deshalb unbedingt pünktlich! Sollten Sie sich verspäten – auch wenn es nur fünf bis zehn Minuten später wird als zur ausgemachten Zeit – rufen Sie an!
    Denken Sie sich eine plausible Erklärung aus!
    Alles andere wäre ein schlechter Start für eine zukünftige Geschäftsbeziehung.
    Wenn Sie warten müssen: Nehmen Sie sich etwas zum Lesen mit, meditieren Sie oder programmieren Sie ihr Handy neu. Begegnen Sie Ihrem Gesprächspartner mit offener Gestik, einem souveränen Lächeln und Blickkontakt.
  5. Begrüßung
    Stehen Sie auf. Drücken Sie Freude darüber aus, dass Ihr Gesprächspartner da ist.
    Fallen Sie nicht mit der Tür ins Haus, sondern beginnen Sie mit Smalltalk und sorgen Sie so für eine positive Grundstimmung.
  6. Die Visitenkarte richtig überreichen
    Visitenkarten werden am Anfang des Treffens überreicht, so kann man sich die Namen besser einprägen. Wenn Ihr Gesprächspartner Ihnen seine Karte überreicht hat, nehmen Sie sich Zeit und schauen die Karte genau an. Vielleicht stehen dort Informationen, die Ihnen bisher unbekannt waren und die Ihnen Gesprächsthemen liefern. Machen Sie auf keinen Fall in Gegenwart Ihres Geschäftspartners Notizen auf der Visitenkarte des anderen!
    Wenn Sie eine Visitenkarte erhalten haben, sollten Sie Ihre Visitenkarte übergeben. Die Karte wird mit der linken Hand so gereicht, dass die Schrift gleich lesbar ist.
  7. Handy, Laptop, I-Phone
    Wenn Sie nicht gemeinsam mit dem Laptop arbeiten wollen, schalten Sie es aus!
    Handy, Smart oder I-Phone gehören während des Gesprächs nicht auf den Tisch.
    Schalten Sie es am besten aus, oder, wenn Sie unbedingt erreichbar sein müssen, auf Vibrationsalarm. Kündigen Sie dies bereits vor Ihrem Gespräch an, damit Ihr Gesprächspartner sich darauf einstellen kann. Sollte das Handy tatsächlich klingeln, entschuldigen Sie sich und verlassen kurz den Raum.
  8. COACHING-TIPP

    Am 30. Oktober 2010 bietet Astrid Fiedler in Hamburg ein Seminar für gepflegte Umgangsformen an. Inhalte u.a.: Knigge & Etikette, der entscheidende erste Eindruck. Titel:
    Höflichkeit ist TrumpfMehr Infos

  9. Das Gespräch
    Wenn das Treffen in einem Ihnen bekannten Restaurant stattfindet, sprechen Sie Empfehlungen für Speisen und Getränke aus. Nach der Bestellung leiten Sie geschickt vom Smalltalk in den Smarttalk über. Es ist heute meist nicht mehr üblich, dass man bis nach dem Dessert wartet, um mit dem geschäftlichen Teil zu beginnen.
  10. Die Verabschiedung
    Als Gastgeber leiten Sie zum Schluss über.
    Folgende Regeln gelten immer: Fassen Sie zusammen, was besprochen wurde. Bedanken Sie sich für das Gespräch. Stellen Sie ein erneutes Treffen in Aussicht und wünschen Sie einen schönen Tag, eine angenehme Heimreise o.ä.
  11. Wenn Sie einen Termin absagen müssen
    Bedanken Sie sich für die Einladung oder den zugesagten Termin.
    Geben Sie einen plausiblen Grund für die Absage an und drücken Sie Ihr Bedauern darüber aus, dass Sie die Verabredung nicht wahrnehmen können.
    Bieten Sie einen neuen Termin an und wünschen Sie einen schönen Tag o.ä.

Text: Astrid Fiedler – Redaktion: Martina Troyer

Weitere Beiträge der ThirtyUp-Autorin im Magazin:
Mehr zum Thema?

Bildquelle: Bastian Bartsch – Fotolia.com

AUS DEM NETZ GEFISCHT…

Wer vor dem nächsten Geschäftsessen noch ein wenig üben möchte, findet hier seine Spielwiese:

© styleon.de

AusgefalleneSachen.com bietet den Spickzettel für gute Tischmanieren mit Gutscheincode zum rabattierten Preis an. Gültig bis Jahresende. Vielleicht schon eine Geschenkidee für Weihnachten oder besser Nikolaus, so kann bis zu den Feiertagen an den guten Tischmanieren noch kräftig gearbeitet werden…
Both comments and pings are currently closed.

3 Responses to “Bauer trifft Pinkel: 10 Benimm-Tipps bei geschäftlichen Verabredungen”

  1. Danke Herr Schuster, für Ihre Hinweise. Natürlich haben Sie recht, dass auch das Gespräch nach Mustern verläuft. Diese Vertriebsstrategien zu entwickeln folgt genauso gewissen Regeln wie es der allgemeine Ablauf solcher geschäftlichen Verabredungen auch tun sollte.
    Im Mittelpunkt unseres Beitrags stand hier erst einmal der formale Ablauf eines solchen geschäftlichen Rahmens. Gerne laden wir Sie aber dazu ein, uns einen „how to“ Beitrag zusammenzustellen, um das Thema einmal genauer zu beleuchten.
    Wenn Sie mögen, nehmen Sie doch einfach Kontakt zu uns auf.

    Herzliche Grüße aus der Redaktion

  2. […] Wie läuft ein solches Treffen ab? Entwickeln Sie ein klares Gesprächskonzept. Auch hierzu erhalten Sie in einem Folgeartikel Anregungen. Wichtig ist, sich genau auf den Gesprächspartner einzustellen. Weg vom “Ich-Standpunkt” und hin zum “Du- (Sie-) Standpunkt”. Schlecht ist: “Mein Produkt hat folgende Eigenschaften … “. Besser ist: “Bei Ihrer Anwendung bringt Ihnen unser Produkt folgende Verbesserungen …“. Stellen Sie immer die Dinge aus der Sicht des Kunden dar! […]

  3. Vielen Dank für den äußeren Rahmen. Wenn unsere Welt das nur besser beherzigen würde. Ich kenne da den einen und auch die ANDERE, die gern den Gegenüber bei Terminverabredungen warten lassen. Den Partner binden, festlegen auf eine Zeit, sich selbst aber die Freiheit des Zuspätkomens herauszunehmen, das ist mehr als „Unfair“.
    Aber jetzt zur Sache. Wie läuft so ein Geschäftsgespräch denn ab? Jetzt wird es ungleich schwieriger. Auch da gibt es Regeln. Hier mal die wichtigen Phasen eines Gespräches mit Ihrem Kunden:
    1. Vorbereitung
    2. Kontaktherstellung
    3. Gesprächseröffnung
    4. Bedarfsermittlung
    5. Informationspause
    6. Argumentations- und Beweisphase (Präsentationsphase)
    7. Einwandintegration
    8. Abschlussphase
    9. Verkaufsempfehlung/Nachverkauf und Cross-Selling
    10. Gesprächsabschluss
    11. Nachbereitung
    Auf meinem Blog bringe ich in diesen Wochen eine Serie heraus: „Vertrieb in kleinen und mittleren Unternehmen“ Im Teil 5 kommt dieses Thema dran: „Persönliches Treffen beim Kunden“ – allerdings befindet sich dieser Artikel heute noch in Vorbereitung.

Gefällt Dir Thirty-Up-Magazin? Dann folge uns! :-)