Fit für Sommerbeine: Waxing – ein Selbstversuch!

„Haare sind ein Schmuck, aber nur an der richtigen Stelle“ prangt in großen Lettern an der Wand des Waxing-Studios „Wax in the City“ im Kölner Friesenviertel. „Wie wahr!“, denke ich und bereite mich auf den Selbsttest vor. Die lästigen Haare an den Beinen sollen weg! Schließlich ist jetzt Sommerzeit und damit Beinsaison.

Kurze Hosen, scharfe Röcke oder die geliebten High-Heels: Präsentationshilfen für Sommerbeine! Und die sehen nun mal eher unschön aus, wenn aus jeder Pore lange Haare sprießen. Wie Waxing funktioniert und sich von  herkömmlichen Enthaarungsmethoden unterscheidet – ein Erfahrungsbericht.

Haarentfernung – lustig oder lästig?

Rund die Hälfte aller Frauen sind einer Erhebung* zufolge echte Haarentfernungs-Muffel. Die andere Hälfte bevorzugt zum überwiegenden Teil die Nassrasur (Einweg- oder herkömmliche Rasierer,  28%). Epiliergeräte und Enthaarungscremes liegen nur knapp vor dem Elektrorasierer mit jeweils um die 8%.  Nur knapp 5 % der Damen bevorzugen die Wachsmethode, flüssig oder als Pflaster. So will ich nun also zu den fünf von Hundert Frauen gehören, die mit Waxing etwas gegen das Haarwuchsproblem an der falschen Stelle unternehmen.

Leidenschaftlich Leiden schaffen

Dauerhaft soll es sein, rund vier bis fünf Wochen ohne lästige Stoppeln. Dafür jedoch wird man mit einer halben Stunde Qual bestraft, die es auszuhalten gilt. „Wer schön sein will, muss leiden“ – dieser Spruch meiner Großmutter fällt mir ein und so beiße ich tapfer auf die Zähne, atme kräftig durch, als die flüssig-warme Wachsschicht auf Bienenwachsbasis nach erstem Erstarren in kurzen, knackigen Schritten von meiner Haut gezogen wird. Die Wärme hilft die Poren zu öffnen. So lässt sich die Haarwurzel leichter packen und herausziehen.

Der Schmerz während des Abziehens ist überschaubar, so ähnlich wie beim Abreißen eines eher großflächigen Pflasters.   Das Gefühl danach: Die Nerven liegen im wahrsten Sinne des Wortes blank. Dagegen hilft die kurze, kräftige Streichmassage der Depiladora – so nennt man die Expertin im Fachjargon. Und schon sind Haut und Kunde beruhigt. „Nun ja, es gibt Schlimmeres“,  denke ich nach erfolgreichem Waxing und streiche über meine seidenglatten Sommerbeine, die mir nun fünf Wochen erhalten bleiben sollen.

Auf den Haarwuchs kommt es an

Nicht jeder Hauttyp ist identisch – keine neue Weisheit, aber eine realistische Betrachtungsweise. So sollte man für sich herausfinden, ob es bei den fünf Wochen bleibt oder doch schon nach drei Wochen ein erneutes Haarwachstum zu beobachten ist. Der gutgemeinte Rat der Depiladora: „24 Stunden nach der Enthaarung keine Spitzenunterwäsche tragen, kein Sport, nicht Duschen, keine Kosmetika oder Körperpflegeprodukte auftragen, nicht auf die Sonnenbank und ab dem dritten Tag mit Peeling gegen einwachsende Haare vorgehen.“

Nun bin ich gut gerüstet, geschält und gezähmt. Ja, ich gestehe, es hat schon weh getan, aber Zimperlichkeit ist hier fehl am Platze. Schließlich sollen die Haare nach einer Nassrasur schon am nächsten Tag wieder sprießen und ich hab nun mindestens drei Wochen meine Ruhe. Bis zum nächsten Mal. Wir werden sehen.

Die Kosten für „Beine komplett“ liegen bei 28€ für die Dame und 35€ für den Herrn. (Detailpreisliste Wax in the City, Köln). Pflegeprodukte zum Vermeiden oder Bekämpfen einwachsender Haare werden im Shop angeboten. Eine Terminabsprache ist nicht nötig, dafür sorgt der sogenannte „Walk-in-Service“. Vor Feier- oder Brückentagen ist schon mal mit längeren Wartezeiten zu rechnen, ansonsten bietet sich durchaus auch die Mittagspause für die kleine Schönheitskur an.

Adresse: Wax in the City, Friesenwall 79, 50672 Köln, Öffnungszeiten und Kontaktdaten

* Quelle: „Die Welt in Zahlen, 2010“ brand ein/Statista © brandeinsverlag Hamburg, 2010
Bildnachweis: © wax in the city, 2010


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2 Kommentare zu “Fit für Sommerbeine: Waxing – ein Selbstversuch!”

  1. Tommy sagt:

    Wer einmal Schluss mit den unerwünschten Haaren machen will, soll sich vielleicht Laser-Methode überlegen. Der Nachteil ist, dass sie auch wehtut und sehr viel kostet.

  2. Tja, zu spät für mich. War bis jetzt im Friesenviertel und hab mich mit SocialMedia beschäftigt. Hätte gut mal bei Wax in the City vorbeigeschaut. Aber vielleicht ist das nichts für mich …

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