Bikini oder Boxer-Short: So gehen die Deutschen baden

Onlinereisebüro ab-in-den-urlaub.de und Institut tnsemnid gaben Strand-Studie in Auftrag. Die Ergebnisse sind spannend, teilweise sehr überraschend…

Das ist mal wieder ein Rekord-Sommer mit Werten um die 37 Grad. Millionen zieht es ans Wasser. Das Onlinereisebüro www. ab-in-den-urlaub.de und Institut tnsemnid wollten es wissen: Wer zeigt am Strand oder im Freibad mehr von seiner Haut? Männer oder Frauen? Wer hüllt seinen Körper lieber in sexy Bademode ein? Der Facharbeiter oder die Studentin? Die repräsentative Umfrage (durchgeführt vom Institut tnsemnid) brachte es ans Tageslicht: Während sich junge Frauen gerne freizügig zeigen, haben die Herren der Schöpfung wohl eher Probleme damit. Von 1.005 Befragten bevorzugen über die Hälfte der Frauen unter 40 Jahren einen Bikini (51 Prozent), nur 12 Prozent entscheiden sich für einen Badeanzug. Die unter 40-jährigen Männer hingegen sind im Vergleich dazu eher prüde. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) versteckt Beine, Po und Co in weiten, knielangen Badeshorts.

Badeoutfits – Deutschland wird  bunter

Zum Glück gibt es außer Bikini oder Badehose noch andere Alternativen: Wie zum Beispiel den Tankini, also ein Hemdchen mit Badehose (9 Prozent). Gern getragen wird auch ein Pareo, ein Hüfttuch. Frauen mögen diese Modeerscheinung besonders deshalb, weil der Pareo sowohl zum Bikini als auch zum Badeanzug passt und locker ein paar Pfunde kaschiert. Junge Frauen lieben es gerne lässig und bevorzugen Badeshorts, welche mit einem Bikini-Top kombiniert werden. Jede 10. junge Frau unter 40 geht mittlerweile so zum Strand oder ins Freibad. Den Shorts-Trend hat sich das weibliche Geschlecht übrigens von den Männern abgeschaut. Und immer noch ungewöhnlich, aber nicht mehr so selten ist der Burkini – die Burka für den Strand. Schon ein Prozent der Frauen in der Republik gehen damit schwimmen. Vor allem bei Anhängerinnen einer strikten Auslegung des islamischen Glaubens dürfte der Burkini gut ankommen. Sehr verbreitet ist er der Studie zufolge übrigens in Nordrhein-Westfalen.

Badende Männer: Je jünger je prüder, je reifer je freizügiger

Fest steht für die Mehrzahl der jungen Frauen: Immer knapper ist total in. Dies gilt bei Männern überhaupt nicht. Hier heißt es: Je schlabberiger, desto besser. 51 Prozent der jüngeren Männer zwischen 14 und 39 Jahren tragen mittlerweile Surfer Shorts – und zwar knielang. Zählt man noch die nicht-knielangen Badeshorts hinzu, sind mittlerweile 75 Prozent aller Männer an deutschen Stränden in Shorts unterwegs. Da fragt man sich: Wann geht das so „starke Geschlecht“ mit ganz langen Hosen ins Wasser?
Dennoch gibt es auch die Kehrseite der Bade-Medaille: Je älter und welker die Männer, desto enger die Badehose. Auch das stellt die neue Studie fest. So bevorzugt jeder 2. Mann in Deutschland über 50 eine enge Slip-Badehose, enge Boxer-Badehose oder einen Jammer (Radlerhose). Aber: Nur jeder 7. Mann unter 40 zeigt sich so am Strand. Erstaunlich: Reifere Frauen verhalten sich komplett anders. Bei ihnen kippt ab dem 40. Lebensjahr rapide die Lust sich freizügiger am Strand oder im Schwimmbad zu zeigen: Nur 28 Prozent der 40 bis 49-jährigen wagen sich in dieser Altersgruppe in einem Bikini unter die badenden Herren. Unter den jüngeren Damen waren es noch 51 Prozent!

Was hat die Bildung mit der Badebekleidung zu tun?

Interessant ist auch, dass sogar die Schulbildung Einfluss auf die Auswahl der Badesachen hat: Während 37 Prozent der Frauen mit einem höheren Schulabschluss am Strand im Bikini auflaufen, tun dies nur 20 Prozent der Frauen mit einem geringeren Bildungsgrad (Haupt- oder Realschule). Bei den Männern gibt es ebenfalls Unterschiede in der Bademodenauswahl. So tragen beispielsweise 75 Prozent der Volksschüler ohne Lehre Badeshorts, aber nur 50 Prozent der Abiturienten oder Akademiker. Noch deutlicher ist der Unterschied, schaut man sich beispielsweise die Altersgruppe der 14 bis 29-Jährigen an. Hier tragen 67 Prozent der Männer mit einem Hauptschulabschluss ohne Lehre Shorts, aber nur 38 Prozent der Männer mit Abitur oder Studium.

Bayerische Frauen sind am wenigsten konservativ in der Kleidung

Wer hätte das gedacht? Am wenigstens konservativ in der Badekleidung sind übrigens die Frauen in Bayern. Nur 32 Prozent tragen dort quer durch alle Altersgruppen einen Badeanzug, gefolgt von Thüringen und Sachsen mit 34 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 45 Prozent. Ebenfalls in Bayern tragen die meisten Frauen einen Bikini – 37 Prozent. Die wenigste Haut mögen übrigens die Frauen in Nordrhein-Westfalen zeigen – dort schlüpfen nur 15 Prozent der Frauen in einen Bikini.

Bildquelle: Melany Dieterle – Fotolia.com


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